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ISDN steht für Integrated Services Digital Network , eingedeutscht Diensteintegrierendes digitales Netz. Dahinter verbirgt sich eine  Kommunikationstechnologie zum Telefonieren, aber auch für viele andere Dienste wie Datenübertragung, Telefax und Videokonferenzen.

Anschlussvarianten

Früher existierten mehrere verschiedene, untereinander nicht kompatible ISDN-Ausprägungen (ISDN-Protokolle). Seit einigen Jahren hat sich in Europa der Standard Euro-ISDN etabliert. Für einen ISDN-Nutzer gibt es den Basisanschluss und den Primärmultiplexanschluss. Der Basisanschluss ist mit zwei unabhängig voneinander nutzbaren Basiskanälen (B-Kanälen) mit jeweils 64 Kbps und einem separaten Steuerkanal (D-Kanal) mit 16 Kbps Übertragungskapazität ausgestattet. Der NT (Network Terminator, ein ca. 10 * 10 * 3 cm großes Kästchen) bildet den Netzabschluss mit der Schnittstelle S0. Zur Anbindung des NT an die (Telekom-) Vermittlungsstelle wird das gleiche 2-Drahtkabel verwendet wie beim analogen Telefonanschluss.

ISDN

Der Basis- /Komfortanschluss ist wieder in zwei Formen erhältlich, dem Mehrgeräteanschluss und dem Anlagenanschluss. Im privaten Umfeld wird normalerweise immer ein Mehrgeräteanschluss realisiert. Er erlaubt das Anschließen verschiedener ISDN-Endgeräte, z.B. Telefonapparat, Fax-Gerät (Gruppe 4, d.h. digital), PC, aber auch einer TK-Anlage. Er wird auch als Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung oder als passiver Bus bezeichnet. Seine Reichweite beträgt ca. 150 m. Der NT eines Mehrgeräteanschlusses besitzt 2 IAE-8-Buchsen. IAE-8-Stecker werden auch als RJ45- oder Westernstecker bezeichnet. Vom NT aus werden mit Twisted-pair-Kabeln (4-Draht) die S0-Endgerate, z.B. digitale Telefonapparate oder Rechner mit ISDN-Adapter angeschlossen. Es kann durch die Installation von zusätzlichen Dosen auch ein S0-Bus mit bis zu 12 Anschlussbuchsen aufgebaut werden. Insgesamt können daran bis zu 8 Endgeräte angeschlossen werden. Eine aktive Verbindung können über die 2 Basiskanäle natürlich nur 2 Geräte gleichzeitig haben.

Der Anlagenanschluss verbindet genau ein Endgerät (in der Regel eine TK-Anlage) mit dem ISDN über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Der NT besitzt hier nur eine Buchse. Auch ISDN-PC-Karten können prinzipiell im Punkt-zu-Punkt-Betrieb geschaltet werden. Vorteil des Anlagenanschlusses ist die Möglichkeit der Durchwahl über an die Rufnummer extra angefügte Ziffern.

Der Primärmultiplexanschluss S2m stellt 30 B-Kanäle und einen D-Kanal mit jeweils 64Kbps zur Verfügung. Er wird immer als Anlagenanschluss ausgeführt. Im allgemeinen wird der Primärmultiplexanschluss für Telekommunikationsanlagen benutzt, oder für die Anbindung an einen größeren Host-Rechner.

 

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